Folge 9 – Was ist deine Bestimmung?

Auch wenn wir erahnen, was es sein könnte, was wir machen wollen, so gibt es immer wieder eine kleine Stimme, die sagt "das kann es nicht sein - das ist zu einfach". Warum das so ist und wie du erkennen kannst, in welche Richtung das geht, was man vielleicht auch Berufung oder Bestimmung nennen könnte, das erfährst du in dieser Folge.

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Willst Du wissen, für was du gedacht bist in diesem Leben? Und was der Grund ist. warum du das trotzdem nicht ganz irgendwie spüren oder greifen kannst? – Dann bleib dran!


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[Musik]


Es gibt immer wieder so Aussagen in Coachings, oder von Menschen die andere Menschen begleiten auf dem Weg zu sich selbst: “Das ist doch ganz einfach, hör auf das, wo du im Flow bist”. Und das ist richtig. Hör auf das wo du im Flow bist, das was dir leicht gelingt, das was dir wirklich leicht von der Hand geht. Das was so leicht von der Hand geht, dass du gar nicht denkst, das es was besonderes ist. Das ist der zweite Punkt: “Ach das ist doch nichts besonderes.” Wenn man jemanden darauf anspricht, dass er irgendeine Sache besonders gut kann – oder sie – dann kommt ganz oft: “Na, das können doch alle”. Also schau mal nach den Sachen die dir leicht gelingen, die dir leicht von der Hand gehen und bei denen, wenn dich jemand drauf anspricht, du sagst: “Das kann doch jeder. Das ist doch nichts besonderes”. Das sind so Marker, an denen man sehr gut erkennen kann: Um das gehts! Eigentlich geht es wirklich um die Dinge die man schon kann. Und so ein Teil in uns weiß dass meistens auch schon. Weil, das ist ja das was einem gut gelingt, das ist das wo man in den Flow kommt, wo man die Zeit vergisst. Das könnte man vielleicht noch als dritten Marker nehmen: “Wo vergisst du die Zeit?” “Wo bist du so im Flow, dass du gar nicht aufhören magst?” Weil es dir einfach so viel Freude bereitet und dich aufschwingt – könnte man sagen.


Und jetzt gibt es den einen Punkt, das zu wissen und das zu spüren und den anderen Punkt, dass wir ganz oft denken, damit kann man aber doch kein Geld verdienen. Es geht ja darum, für was bin ich in diesem Leben gemacht und das wofür ich gemacht bin sollte natürlich im besten Falle auch das sein, wovon ich leben kann. Und dann kommt ganz oft so eine Diskrepanz da rein, dass man merkt: Ja, also ich bin total gut dafür gemacht durch den Wald zu laufen – aber damit kann ich ja kein Geld verdienen. Da habe ich den meisten Flow, da geht’s mir am besten mit, da vergesse ich die Zeit – aber dafür bezahlt mich ja keiner. Und jetzt komme ich an den Punkt – und deswegen greife ich dieses Thema auf, weil eigentlich ist es schon relativ ausgelutscht und das haben schon viele Leute darüber gesprochen: Ja finde raus und so weiter… und finde deinen Flow.. Und ich habe mich immer gefragt, was ist denn jetzt der Grund, dass ich nicht akzeptieren kann, das etwas was so leicht fällt etwas ist, wo Menschen bereit sind Geld auszugeben. Sprich, das etwas was so leicht fällt, etwas ist, was man “Arbeit” nennen darf. 

Also zum Stichwort “im Wald spazieren gehen”, das wäre also noch vor – sage ich mal 100 Jahren – als unsere Großeltern auf Bauernhöfen gelebt haben und im Wald Holz gemacht haben, die hätten sich an den Kopf gefasst, wenn sie gewusst hätten, dass heute viel Geld dafür ausgegeben wird wenn Managergruppen geführte Waldspaziergänge machen, um endlich mal runter zu fahren. Also vieles was uns unmöglich scheint, IST nicht unmöglich. Sondern die bisherige Erfahrung ist: Das gab es noch nicht, und weil es das noch nicht gab, wird das auch nicht geben. So. Und aus dem “weil es das nicht gab, wird es das auch nicht geben” schließen wir nicht komplett, dass es neue Dinge nicht geben darf – sondern wie erlauben neuen Dingen aufzutauchen dann, wenn sie sich wirklich nach Arbeit anfühlen. Und ich habe mich immer gefragt, wo ist der Kasus knaxus, dass sich manche Dinge einfach nicht nach Arbeit anfühlen und wir deswegen nicht akzeptieren können, dass dieses Flow-Erlebnis, dieses was uns leicht von der Hand geht wirklich etwas ist, womit wir leben können. Weil Menschen bereit sind dafür was zu bezahlen. Und jetzt habe ich, und da muss ich mich wirklich von Herzen bedanken, bei Susha Wolters. Das ist eine Kollegin von mir, die so nebenbei einen Satz gesagt hat, der mir die Antwort gegeben hat. Sie hat gesagt: “Das wofür wir gedacht sind – oder wofür uns das Universum oder Gott oder woran auch immer wir glauben gemacht hat – das nehmen wir irgendwie nicht so wirklich wahr, weil es keine “Reibung” erzeugt”. Und das fand ich den ausschlaggebenden Satz. Das hat mir beantwortet, warum es für uns so schwer ist, etwas was noch nicht da gewesen ist – und was es in der Gesellschaft als Arbeit noch nicht gibt – als Arbeit zu etablieren, wenn es sich so leicht anfühlt. Wir haben gelernt, dass Arbeit weh tun muss. Wir haben gelernt, dass etwas was in uns Reibungen erzeugt und was anstrengend ist, dass das den Titel Arbeit verdient hat. Und wenn es keine Reibung erzeugt – und das ist nun mal so, wenn ich im Fluss, im Flow bin, in meiner Freude und total darin aufgehe und die Zeit vergesse – dann fühle ich da keine Reibung, dann hat das den Titel “Arbeit” nicht verdient. Nicht weil wir es grundsätzlich nicht für möglich halten, dass man mit so etwas, was auch immer es sei, möglicherweise Geld verdienen könnte. Sondern weil es keine Reibung erzeugt. Weil wir einfach “Arbeit ist Reibung”, “Arbeit ist hart”, “Arbeit tut weh”, “Arbeit ist anstrengend”, “Arbeit erschöpft”. Das fängt in der Schule schon an. Dass wir eigentlich immer davon ausgehen, wir müssen erschöpft sein, und wir müssen ausgezehrt sein, oder zumindest ein bisschen angestrengt. Das heißt jetzt nicht, dass Dinge wo wir total im Flow sind, nicht manchmal auch unsere Konzentration kosten – und von daher vielleicht auch mal ermüdend sind. Aber auf eine andere Art und Weise. Und wir sind gewohnt “müde-müde” zu sein von der Arbeit. Also nicht ERFÜLLT zu sein. Nicht alle natürlich, aber viele von uns sind gewohnt “Arbeit ist anstrengend”. Also das verdient den Titel Arbeit nicht, wenn ich durch den Wald laufe und jemand läuft mit und gib mir dafür Geld. Und dieser Satz: “Das wofür wir gedacht sind erzeugt keine Reibung”, das war als hätte bei mir irgendwas eingeschlagen. Ich habe gedacht jetzt, jetzt verstehe ich den Bezug. Warum es SO schwierig für so viele von uns ist, das was wir wirklich gut können, als das zu akzeptieren was unsere Arbeit sein dürfte. Also wenn ihr euch noch mal diesen Coaching Sätzen die allzeit bekannt sind hingebt: Wo bin ich im Flow? Wo vergesse ich die Zeit? Wo fällt es mir so leicht, dass ich nicht drüber nachdenken muss? Wo konnte ich etwas vielleicht schon immer oder zumindest schon sehr lang? Wo habe ich das Gefühl: “Ach das kann doch jeder, das ist doch nichts”? Wenn du darauf eine Antwort hast und dann wahrnimmst, dass es da irgendein Teil gibt der sagt: “Arbeit muss Reibung erzeugen.”, und du den rauslöschst und sagst: Das ist nicht wahr! Das ist quasi falsch gelernt. – Dann darf dieser erste Part – die Antwort auf diese Fragen was Flow erzeugt und so weiter – vielleicht mehr Raum einnehmen in dir, und vielleicht darf daraus die Möglichkeit entstehen, dass das tatsächlich deine “Arbeit” sein darf – ohne dass es Reibung erzeugt und ohne dass es weh tut. Einfach weil es das ist, wofür du gedacht bist [Musik]

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