Manchmal kommt jemand in eine Sitzung und bringt nicht ein Thema mit – sondern zehn.
Top Down – Welches Thema möchtest du heute angehen?
Alles fühlt sich gleich dringend an, alles hängt irgendwie zusammen, alles drückt gleichzeitig. Und dann kommt die klassische Frage: „Welches dieser Themen möchtest du heute angehen?”
Die Intention dahinter ist gut. Aber spür mal nach, wie es sich anfühlt, wenn man gerade von zehn Dingen überrollt wird und jetzt eine soll priorisieren. Oft nickt die Person brav und wählt irgendetwas. Nicht weil es wirklich das Drängendste ist – sondern weil die Frage eine Antwort verlangt. Das ist eine sogenannte top-down Entscheidung: der Kopf wählt, weil er muss, und entscheidet sich für eine Handlung. Und ein Teil bleibt unbefriedet. Der unsichtbare innere Wächter* steht die ganze Stunde daneben und fragt leise: Was ist mit dem Rest?
Bottom up – Das Lebensrad und andere ähnliche Tools
Genau hier hilft z.B. das Lebensrad (oder auch andere Tools, die hier beim Visualisieren unterstützen). Es hilft, weil es einen anderen Prozess auslöst. Die Person sieht ihre Themen plötzlich schwarz auf weiß vor sich. Sie bewertet selbst, spürt selbst, was gerade mehr Gewicht hat. Sie muss nicht nur mit dem Kopf entscheiden, was wichtig ist, sondern es kommt von innen. Diese innere Richtung nennt man „bottom-up“ – also von unten nach oben.
Und der Unterschied ist spürbar – für die Klientin und für die Qualität der ganzen Sitzung. Wer aus einem echten inneren Impuls heraus ein Thema wählt, ist anders präsent. Offener. Weniger gespalten.
*Der unsichtbare innere Wächter und die Fähigkeit, mit ihm zu kommunizieren, sind Teil meiner Ausbildung „NeQra® Resonanzcoaching“. Infos hierzu findest du hier



