Wenn es weh tut – schau hin!

“When it hurts.. observe! Live is trying to teach you something.” Buddha

(Wenn es weh tut, schau hin! Das Leben versucht dich etwas zu lehren.)

Über dieses Zitat von Buddha bin ich heute gestolpert und irgendwie daran hängen geblieben.

Passend zu “nach drei Wochen krank immer noch nicht ganz fit” und passend zum Thema des letzten Newsletters, möchte ich die Botschaft nochmal aufgreifen und erweitern.

Nicht nur, wenn wir krank sind, können oder sollten wir etwas lernen.

Immer, wenn es weh tut, steckt eine Botschaft darin!

Fast alle Menschen, mit denen ich spreche, machen gerade anspruchsvolle Zeiten durch. Manche wegen körperlicher Krankheit, andere wegen der immer teureren Lebensmittel und Heizkosten, wieder andere durchlaufen innerpsychische Prozesse, in denen uralte und längst verarbeitet geglaubte Themen wieder an die Oberfläche gespült werden.

Es fühlt sich manchmal an, wie mitten im Sturm stehen und versuchen, das Gleichgewicht zu halten.

Anspruchsvoll, dann auch noch aus der Vogelperspektive drauf zu schauen und sich zu sagen: Hey, das Leben lehrt mich gerade etwas.

Du kannst das völlig abgehoben und realitätsfremd finden, aber ich denke, der einzige Weg, in der Dunkelheit nicht einzugehen, ist Licht zu machen.

Wenn ich meine eigenen Gedanken und meine eigene Haltung zu den Dingen nicht so gestalten kann, dass sie lichtvoll und positiv und liebevoll sind, wo soll denn das Licht dann herkommen?

Als die Zeiten nicht so global anspruchsvoll waren, hab ich mich gerne auf “die anderen” verlassen und auch mit dem Zeigefinger auf sie gezeigt.

DIE müssen dafür sorgen, dass….

DIE sollten freundlicher sein….

DIE sollten sich mal zusammenreißen…

DIE sollten für Frieden und Menschlichkeit einstehen…

DIE haben doch die Verantwortung für xxx…

… dachte und sagte ich voller Zorn oder Hilflosigkeit (keine gute Energie, die ich da verströmt habe, während ich von anderen forderte, gute Energie zu verströmen).

Ich dachte, ICH kann nichts machen.

Und dabei habe ich übersehen, dass mein Zorn nicht lichtvoll ist und dass ich sehrwohl etwas machen kann:

Aus dem, was da gerade weh tut, lernen.

Lernen, trotzdem nicht negativ zu werden. 

Lernen, die Situation nicht nur aus meiner Perspektive zu betrachten.

Lernen, mich für oder gegen etwas bewusst zu entscheiden.

Lernen, mein Verhalten und meine Gedanken zu ändern.

Lernen, nicht der Wut mehr Macht zu geben als der Freundlichkeit.

Ich gebe zu, es gelingt mir nicht immer.

Aber die Bewusstheit dafür zu haben, dass DAS der Weg ist, hilft immer wieder aufs neue.

UND: Es ist auch immer konkret ein Thema, das sich dann so den Weg an die Oberfläche bahnt, wenn es irgendwo weh tut. Ich darf mich also auch freundlich diesem speziellen Thema zuwenden. Ich kann sicher sein, wenn es weh tut, werde ich gerade auf etwas aufmerksam gemacht – auf verschiedenen Ebenen.

Hinschauen, meine Trigger bearbeiten, Prozess machen, mich meinen Ängsten stellen, mich schämen, mich nicht mehr schämen, es immer wieder versuchen und es immer wieder auch nicht schaffen, aber wissen, was ich im Auge behalte: die Menschlichkeit, die Freude, die Liebe, die Leichtigkeit.

Und immer, wenn etwas weh tut, erinnert es mich genau daran.

Paradox und auch nicht:

Wenn es weh tut und ich schaue hin, finde ich den Weg zu mir zurück viel leichter  – kommst du mit? (also zu dir, nicht zu mir 😉 )

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